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Nachdenken über den Rechtsstaat

 eine Veranstaltungsreihe zur Ausstellung „NS-Justiz in Stuttgart“

 Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nachdenken über den Rechtsstaat“ zur Ausstellung „NS-Justiz in Stuttgart“ laden wir ein zur Vortragsveranstaltung

Der Wiederaufbau der Justiz nach 1945

PD Dr. Edith Raim, Universität Augsburg

Donnerstag, 2. April 2020, 18.00 Uhr

Otto-Borst-Saal, Haus der Geschichte Baden-Württemberg,
Konrad-Adenauer-Str. 16, 70173 Stuttgart

Eintritt frei

Beim Einmarsch 1945 bot sich den alliierten Truppen das Bild eines Landes, das in Willkür versunken war. Die alliierten Militärverwaltungen mussten nun ein funktionierendes Justizwesen aufbauen, in das die deutsche Bevölkerung wieder Vertrauen fassen konnte. Zunächst befahlen sie die Schließung aller deutschen Gerichte und erklärten nationalsozialistische Gesetze für ungültig. Im Frühjahr und Sommer 1945 nahmen die ersten deutschen Amts- und Landgerichte nach einem kurzen Stillstand der Rechtspflege ihren Betrieb wieder auf. Welche Haltung vertraten die westlichen Alliierten gegenüber der Justizverwaltung? Welchen Herausforderungen mussten sich die deutschen Juristen stellen? Wie verlief die Entnazifizierung für den Juristenstand?

Die Ausstellung „NS-Justiz in Stuttgart“ im Landgericht Stuttgart dokumentiert die nationalsozialistische Strafjustiz und die Radikalisierung der Urteilspraxis von 1933 bis 1945. Die Dokumentation beleuchtet u.a. auch die Biografien der Richter und Staatsanwälte des Sondergerichts und der Strafsenate des Oberlandesgerichts, die an Todesstrafen mitwirkten. Die meisten machten ab 1950 wieder Karriere im Justizdienst.  Weitere Informationen zur Ausstellung finden sie unter www.hdgbw.de/ausstellungen/projekte/.

Die Veranstaltungsreihe will Fragestellungen der Ausstellung durch weiterführende Vorträge u. ä. aufgreifen und vertiefen. Dabei sollen nicht nur historische Teilaspekte und der Umgang mit der NS-Vergangenheit der Justiz Thema sein, sondern der Blick soll auch auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen des Rechtsstaats gerichtet werden.

Die Ausstellung „NS-Justiz in Stuttgart“ im Landgericht Stuttgart dokumentiert die nationalsozialistische Strafjustiz und die Radikalisierung der Urteilspraxis von 1933 bis 1945. Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich www.hdgbw.de/ausstellungen/projekte/.

Die Veranstaltungsreihe will Fragestellungen der Ausstellung durch weiterführende Vorträge u. ä. auf-greifen und vertiefen. Dabei sollen nicht nur historische Teilaspekte und der Umgang mit der NS-Vergangenheit der Justiz Thema sein, sondern der Blick soll auch auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen des Rechtsstaats gerichtet werden.

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